Gruppendynamische/r Leiter/in
Kurzvita
Meine Arbeit basiert auf vier Jahrzehnten Erfahrung in Supervision, Führung, Lehre und Gruppenarbeit. Sie ist in der phänomenologischen Tradition verankert und verbindet praxisgeleitete Organisationsarbeit mit reflektierter Erfahrung. Sie ist psychodynamisch, gruppendynamisch und organisationssoziologisch fundiert.
Persönliche Anmerkungen
Mitgliedschaften:
-DGSv | DGGO | DBG Deutsche Balintgesellschaft Sektion III multiprofessionell | Freiburger Vereinigung der Supervisor:innen FVS
Beschreibung Tätigkeit
Das Kowalzik Institut beschäftigt sich mit Fragen der Organisationsdynamik, Gruppendynamik und Führung.
Im Zentrum stehen die Beobachtung professionellen Handelns sowie die Reflexion von Verantwortung unter Bedingungen von Unsicherheit, Ambivalenz und organisationaler Komplexität. Die Arbeit verbindet psychodynamische, gruppendynamische und organisationssoziologische Perspektiven mit phänomenologischen Zugängen zu Wahrnehmung, Erfahrung und Verstehen.
Organisationen sind Orte von Strukturen, Prozessen und Entscheidungen. Und sie sind auch soziale Wirklichkeiten, in denen Erwartungen, Loyalitäten, Konflikte, Affekte und Beziehungen von Bedeutung werden. Führung vollzieht sich in diesen Dynamiken und bleibt auf die Fähigkeit angewiesen, wahrzunehmen, zu unterscheiden und zu urteilen.
Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Entwicklung von Urteilskraft. Nicht im Sinne von Rezepten oder Modellen, sondern als Fähigkeit, Situationen in ihrer Eigenart zu erfassen und unter widersprüchlichen Bedingungen verantwortlich zu handeln.
Die Arbeitsformen des Instituts umfassen Reflexionsformate für Beretung und Führung, Supervision, Balintgruppenarbeit, organisationsdynamische Fallarbeit, Arbeitsphasen sowie die Publikation von Essays und Fachtexten zu Fragen von Führung, Organisation und professioneller Praxis.
Zu den Publikationsreihen gehören:
• Organisationsdynamische Essays
• Das Unbehagen in Organisationen
• Dialektik der Führung
• Gruppendynamische Fragmente
• Balint Letters
Ein Ausgangspunkt dieser Arbeit ist die Freiheit und Unverfügbarkeit des Subjekts.
Verstehen beginnt dort, wo Menschen bereit sind, auf vorschnelle Gewissheiten zu verzichten. Hannah Arendts Bild des „Denkens ohne Geländer“ beschreibt eine Haltung, die Ambivalenz nicht beseitigt, sondern wahrnimmt. Paul Parin erinnerte daran, dass das Subjekt im Widerspruch lebt. Gefühle, Konflikte und Ambivalenzen sind keine Störungen des Verstehens, sondern häufig dessen Voraussetzung.
Das Kowalzik Institut versteht professionelle Reflexion als Arbeit an Wahrnehmung, Urteilskraft und Verantwortung.